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Produktinformation
- Taschenbuch: 252 Seiten
- Verlag: Dölling und Galitz Verlag (1. Februar 1996)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3930802104
- ISBN-13: 978-3930802104
Kurzbeschreibung
Nach fünf Jahrzehnten Planung wurde die Ost-West-Straße in den Jahren 1956 bis 1963 gebaut und trennt die südliche Innenstadt Hamburgs von der City. Viele Pläne sind reine Fiktion geblieben, nur wenige haben zu dem geführt, was uns heute als die Ost-West-Straße bekannt ist.
Durch ihre fast hundertjährige Entwicklung zwischen Fiktion und Verwirklichung wurde diese Straße zu einem wichtigen Monument der Hamburger Baugeschichte. Zu wichtig, um die unhaltbaren Vorurteile gegen diese Straße und ihre Urheber bestehen zu lassen. Die erste umfangreiche Aufarbeitung der Ost-West-Straße zeigt, wie viele ungebaute oder verpatzte Entwürfe es gegeben hat, einen »Boulevard mit Weltruhm« zu errichten. Wenn Hamburger große fremde Städte wie zum Beispiel Berlin, Paris oder New York besuchen, werden sie es nicht versäumen, den Kurfürstendamm, die Avenue-des-Champs-Elysées oder den Broadway zu besichtigen. In diesem Buch sucht der französische Tourist Dupont in Hamburg die Ost-West-Straße auf, weil er sie im Stadtplan als den Boulevard ausgemacht hat, der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten verbindet. In der Tat muß dem Ortsfremden die Straße, die das Kontorhausviertel, die Speicherstadt, den Nikolaiturm, den Michel und das Bismarckdenkmal mit dem Hafen, dem Großneumarkt und den Kramer Amtsstuben verbindet, wie eine Prachtstraße erscheinen. Duponts Fahrt vom Deichtor bis zum Zeughausmarkt wird für seinen lesenden Begleiter eine Zeitreise durch die Plan- und Baugeschichte der Ost-West-Straße mit all ihren zum Teil grandiosen Planungen, die bereits 1911 mit Wilhelm Fränkel begannen. Das über Jahrzehnte gewachsene städtebauliche Ensemble Ost-West-Straße ist ein Abriß der hamburgischen Baugeschichte, wie er nirgends anschaulicher vorzufinden ist. Am Ende der Zeitreise bleibt Verwunderung für die bewußte Ablehnung der heutigen Stadtplanung, die Qualitäten dieser Durchbruchstraße zu nutzen, um sie zu einer Prachtstraße mit der berechtigten Aussicht auf Weltruhm zu vollenden.
Erschienen in der Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs, herausgegeben von Hartmut Frank und Ullrich Schwarz. |

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